Erkennen Sie Drahtvorschub-Schlupf, bevor er zum Schweißfehler wird.
Referenzbasierte Drahtvorschub-Überwachung für robotergeführtes MSG-Schweißen — an 100 % Ihrer Produktion, ohne Eingriff in Stromquelle oder Robotersteuerung.
Das Problem: Schlupf ist unsichtbar — bis das Teil ausfällt
Verschlissene Vorschubrollen, falscher Anpressdruck, Abrieb, Reibung in der Drahtführung, verschlissene Stromdüsen: Schlupf zwischen Draht und Vorschubrollen verursacht schwankenden Drahtvorschub, Prozessinstabilität und Schweißfehler. Und das geschieht unbemerkt.
Warum erkennt das Schweißsystem das nicht selbst?
Weil es das physikalisch nicht kann. Schweißstromquellen messen die Drahtgeschwindigkeit nicht wirklich — sie leiten die Vorschubgeschwindigkeit aus der Drehzahl des Vorschubmotors ab. Solange sich der Motor wie befohlen dreht, meldet die Maschine, dass alles in Ordnung ist. Doch der Schlupf entsteht hinter dem Motor, zwischen den Vorschubrollen und dem Draht: Die Rollen drehen sich, der Draht folgt nicht. Aus Sicht der Maschine sehen ein schlupfender Draht und ein einwandfrei geförderter Draht identisch aus.
Und der Behelf — der Vergleich mit dem Sollwert der Stromquelle — scheitert in der Praxis ebenfalls: Der Sollwert ist hinter herstellerspezifischen Bus-Protokollen verschlossen. Die Integration ist komplex, systemspezifisch und muss bei jedem Wechsel der Stromquelle neu entwickelt werden.
Der einzige zuverlässige Weg, Schlupf zu erkennen, besteht darin, die Drahtgeschwindigkeit selbst zu messen. Genau das tut der MWS-2.
Die Lösung: Ihr Gutteil ist die Referenz
Der Wiresensor MWS-2 geht einen anderen Weg — das „Gutteil"-Prinzip. Anstelle eines Sollwerts aus der Steuerung dient das gemessene Signal eines geprüften Gutteils als Referenz.
Ein schlupffreies Zwei-Rollen-Messwerk mit einem hochauflösenden Drehgeber misst die tatsächliche Drahtbewegung — direkt am Draht, unabhängig vom Vorschubmotor und damit einschließlich genau des Schlupfes, den die Maschine selbst nicht sehen kann. Ein Teil mit mehreren Nähten bei unterschiedlichen Vorschubgeschwindigkeiten ergibt ein charakteristisches, reproduzierbares Geschwindigkeitsmuster. Einmal eingelernt, wird von da an jedes produzierte Teil automatisch damit verglichen.
Keine Bus-Integration. Keine Herstellerbindung. Ein Sensor, nachrüstbar an jedem System — zu einem Preis, der es wirtschaftlich macht, jede einzelne Zelle auszurüsten.
Die Einrichtung: zwei Komponenten, zehn Minuten, ein beliebiger Browser
Das komplette System besteht aus genau zwei Teilen:
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Der Sensor — eine Messrolle, die auf dem Draht läuft und mit einem hochauflösenden Drehgeber gekoppelt ist. In der Nähe der Vorschubeinheit montiert, berührt er nichts außer dem Draht.
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Die Edge-Box — ein kompakter Controller, der alles an Bord erledigt: Segmentierung, Referenzen, Hüllkurvenvergleich, Statistik, Web-Dashboard, Datenaufzeichnung.
Verbinden Sie die Box mit Ihrem Netzwerk — oder auch nicht. Sie läuft auch Punkt-zu-Punkt mit einem einzigen Ethernet-Kabel direkt in einen Laptop, ohne Ihr Anlagennetzwerk überhaupt zu berühren.
Ein echtes Edge-Gerät — nichts zu installieren, nichts zu patchen
Es gibt kein Windows, keinen Linux-Desktop, kein Betriebssystem im herkömmlichen Sinne — nur zweckgebundene Firmware auf einem Mikrocontroller. Das bedeutet:
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Keine Softwareinstallation auf irgendeinem PC, niemals. Sie öffnen das Dashboard in einem beliebigen Browser — das war's.
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Eine minimale Angriffsfläche. Keine Betriebssystemdienste, keine offenen Dateifreigaben, keine ausstehenden Sicherheitspatches, kein Virenschutz, nichts, was Ransomware verschlüsseln könnte. IT-Abteilungen genehmigen es in einer Besprechung statt in zehn.
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Keine Wartungstretmühle. Die Box braucht keine Updates, um weiterzulaufen — sie läuft einfach.
Vom Auspacken bis zur Produktion
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Montieren Sie den Sensor nach der Vorschubeinheit, verbinden Sie ihn mit der Box, schließen Sie Strom und Ethernet an.
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Öffnen Sie einen Browser, verbinden Sie sich mit der Box — keine Client-Software, kein Lizenzserver.
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Aufzeichnen statt programmieren. Ein Überwachungsprogramm zu erstellen bedeutet einfach, ein paar Gutteil-Zyklen mit der Lernen-Taste aufzuzeichnen. Kein Scripting, keine Parameterstudien — die Gutteilesind das Programm.
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Scharfschalten und gehen. Von da an arbeitet die Box vollständig autonom: Sie überwacht jedes Teil, protokolliert die Daten an Bord, löst Alarme aus — und streamt, wenn Sie möchten, alles per MQTT an Ihr MES, SCADA, Dashboard oder Ihre Datenbank. Überallhin. Oder nirgendwohin: Sie arbeitet genauso zufrieden völlig autark.
So funktioniert es
1 — Lernen Sie Ihr Gutteil ein
Direkt im integrierten Web-Dashboard, ohne zusätzliche Software: Drücken Sie Lernen, durchlaufen Sie einen kompletten Teilezyklus unter geprüft korrektem Drahtvorschub, drücken Sie Stopp. Wiederholen Sie dies für eine Handvoll Zyklen — jede Aufzeichnung erscheint in einer Liste und kann überprüft oder gelöscht werden. Das System erstellt für jede einzelne Naht eine Mittelwertkurve mit einem statistischen Toleranzband (Hüllkurve) und gleicht leichte Abweichungen in der Nahtdauer automatisch aus.
2 — Nähte erkennen sich selbst
Keine Verkabelung zum Roboter für die Segmentierung nötig: Der Draht bewegt sich nur während des Schweißens, sodass Nähte direkt aus dem Drahtsignal selbst erkannt werden. Naht 1, Naht 2, … Naht n — jede Naht wird gegen ihre eigene Referenz geprüft; 20 oder mehr Nähte pro Teil werden mühelos bewältigt. Drahteinfädeln und Rückbrand-Rückzug werden automatisch herausgefiltert. Optional macht eine Programmstart-Nachricht per MQTT oder ein Signal von der SPS die Zuordnung vollständig deterministisch.
3 — Überwachen Sie jedes Teil in der Produktion
Zwei Kriterien laufen parallel, live an jeder Naht:
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Hüllkurvenvergleich — verlässt die gemessene Geschwindigkeit das Toleranzband länger als eine einstellbare Mindestdauer, wird ein Alarm mit exakter Teil-, Naht- und Zeitzuordnung ausgelöst.
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Statistik pro Naht — mittlere Geschwindigkeit, Standardabweichung und geförderte Drahtlänge werden als Trends über Teile hinweg verfolgt. Beginnender Schlupf zeigt sich hier zuerst: leicht verringerter Mittelwert, erhöhte Streuung, wiederkehrende kurze Einbrüche. Sie erhalten eine Frühwarnung, während die Teile noch gut sind — und gleichzeitig einen Verschleißindikator für Rollen und Drahtführung.
Das Dashboard zeigt das Live-Signal über der eingelernten Hüllkurve, mit einem Positionsmarker, der anzeigt, welche Naht gerade läuft. Bandverletzungen werden hervorgehoben und in einer Ereignisliste protokolliert — der Bediener sieht auf einen Blick, ob der Drahtvorschub dem Gutteil-Muster folgt.
Sie brauchen nur die Messung? Das geht auch.
Sie müssen keinerlei Überwachungsintelligenz nutzen. Der MWS-2 ist ebenso als einfaches, präzises Drahtgeschwindigkeits-Messgerät zu Hause:
Sensor montieren, Box anschließen, das MQTT-Topic abonnieren — fertig. Jede Nachricht enthält einen Zeitstempel, die tatsächliche Drahtgeschwindigkeit in m/min und die geförderte Drahtlänge in mm, mit konfigurierbarer Rate.
Live-Anzeige von Geschwindigkeit und kumulierter Drahtlänge im Browser — kein Einlernen, keine Konfiguration erforderlich.
Ideal für Prozessentwicklung, Schweißlabore, Anlagenbauer und Datenerfassungsprojekte: für alle, die einfach vertrauenswürdige Drahtvorschubdaten in ihrem MES, ihrer Datenbank oder ihrem Messaufbau benötigen, ohne selbst eine Messkette aufzubauen.
Beginnen Sie heute mit der reinen Messaufgabe — die vollständige Referenzüberwachung ist bereits an Bord, sobald Sie sie einschalten möchten.
Ihr Nutzen
| 100 % Überwachung | Jede Naht jedes Teils — ohne Eingriff in Stromquelle oder Robotersteuerung. Nachrüstbar unabhängig vom Anlagenhersteller. |
| Sofortige Alarmierung | Schlupf wird mit exakter Teil- und Nahtzuordnung gemeldet. Fehlerhafte Teile wandern nicht unbemerkt weiter. |
| Vorausschauende Wartung | Trendstatistiken decken schleichenden Rollen- und Drahtführungsverschleiß frühzeitig auf — geplante Wartung statt ungeplantem Stillstand. |
| Vollständige Dokumentation | Drahtvorschub und Drahtverbrauch pro Teil, archiviert als Qualitätsnachweis. |
| Außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis | Ein eigenständiger Sensor zu einem Bruchteil der Kosten steuerungsintegrierter Überwachungslösungen — kein Engineering-Projekt, keine herstellerspezifische Integration, kein externer Computer. Die Wirtschaftlichkeit rechnet sich schon für eine einzige Zelle; ein einziges verhindertes Ausschussteil oder ein vermiedener Linienstillstand bezahlt in der Regel das Gerät. |
Technische Highlights
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Schlupffreie Messung der tatsächlichen Drahtbewegung: Zwei-Rollen-Mechanik, Inkremental-Drehgeber, 0,114 mm Auflösung
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Drahtdurchmesser 0,8–1,6 mm · Messbereich 0–50 m/min · Genauigkeit 0,7 % (bei 10 m/min, 0,1 s Abtastung)
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Gesamte Auswertung an Bord: Segmentierung, Referenzverwaltung, Hüllkurve und Statistik laufen auf der Sensorbox selbst — kein externer Computer, keine zusätzliche Software
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Integriertes Web-Dashboard für Einlernen, Live-Ansicht und Ereignisverlauf
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Ethernet + MQTT (TLS-verschlüsselt, bis zu 5 Messungen/s) mit Zeitstempel, Geschwindigkeit und geförderter Drahtlänge pro Nachricht — bereit für MES/SCADA und Automatisierung auf Zellenebene
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Referenzen pro Programm für mehrere Teilevarianten; das Neu-Einlernen nach Prozessänderungen dauert einige Teile, per Knopfdruck
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Montiert direkt nach der Vorschubeinheit, ohne den Schweißprozess zu beeinträchtigen
Gut zu wissen
Der MWS-2 erkennt Abweichungen vom eingelernten Gutzustand — er ergänzt die Erstqualifizierung Ihres Schweißprozesses, ersetzt sie aber nicht. Nach Änderungen an den Schweißparametern oder am Roboterprogramm lernen Sie die Referenz einfach neu ein: ein paar Teile, ein Knopfdruck.
Technische Daten
| Drahtdurchmesserbereich | 0,8 mm – 1,6 mm (größer auf Anfrage) |
| Drehgeber-Auflösung | 0,028601 mm, 600 Impulse pro Umdrehung |
| Genauigkeit | 0,7 % bei 10 m/min und 0,1 s Abtastrate |
| Schnittstelle | Ethernet (10/100 Mbit/s) |
| Datenausgabeprotokoll | MQTT (3.1.1 und 5) |
| Web-Oberfläche | Zur Konfiguration und Echtzeitanzeige |
| Versorgungsspannung | 9 - 12 Volt DC |
| Netzwerk | DHCP, feste IP |
| Nachrichtenfrequenz | 0,1 - 5 pro Sekunde |
| Verschlüsselung | TLS 1.3 |
| Drahtvorschubgeschwindigkeit | 0 - 50 m/min |
| Abmessungen der Sensorbox | 160 x 100 x 60 mm (LxBxH) |
| Gewicht der Sensorbox | 0,55 kg |
| Gewicht des Drehgebers | 0,40 kg |
| Schutzart | IP 20 |
MQTT-Nachricht
JSON-Objekt mit den folgenden Feldern:
-
timestamp: millis – Der Zeitpunkt, zu dem die Messung aufgezeichnet wurde.
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v: Float – Die Drahtvorschubgeschwindigkeit in Metern pro Minute zum angegebenen Zeitstempel.
-
mm: Float – Die seit der vorherigen Nachricht geförderte Drahtlänge in Millimetern.
Beispiele:
mws/dev1/speed
ts: 1783582121500
v: 4.54
mm: 37.83
ts: 1783582122000
v: 7.34
mm: 61.14
ts: 1783582122500
v: 6.79
mm: 56.59
JSON-Objekt mit den folgenden Feldern:
-
part: int – Die Nummer des Teils
-
seam: int – Die Nummer der Naht
-
result: string - Das Ergebnis OK oder NOK
mws/dev1/seam
part: 2
seam: 1
result: "OK"
part: 2
seam: 2
result: "NOK"







