Abkühlzeit t8/5

nach EN 1011-2, Anhang D

Eingabe

V
A
cm/min
mm
°C

Ergebnis

Abkühlzeit
t8/5 = 18,16s
Streckenenergie
E = 2,31kJ/mm
Wärmeeinbringen
Q = 1,85kJ/mm
Übergangsblechdicke
22,36mm
Wärmeableitung
zweidimensional
Der Wert liegt im Bereich von 10 bis 25 s, den EN 1011-2 für Füll- und Decklagen un- und niedriglegierter Stähle als üblich nennt.

Die Blechdicke ist kleiner als die Übergangsblechdicke. Wirksamer Nahtfaktor: 1,00.

Nahtfaktor nach EN 1011-2, Tabelle D.1.

Faktoren anpassen

Leer lassen, um die Tabellenwerte zu verwenden. Eigene Werte sind sinnvoll für Verfahren, Lichtbogenarten oder Schweißpositionen, die die Tabellen nicht führen — das Ergebnis ist dann aber nicht mehr durch die Norm gedeckt.

Tabellenwert 0,80
Tabellenwert 1,00
Tabellenwert 1,00
Grundlagen und Formeln

Die Abkühlzeit t8/5 ist die Zeit, die eine Schweißraupe und ihre Wärmeeinflusszone beim Abkühlen von 800 °C auf 500 °C brauchen. Sie bestimmt maßgeblich die mechanischen Eigenschaften der Verbindung.

Maßgeblich ist Q, nicht E

Die Streckenenergie E ist die zugeführte Energie je Längeneinheit; das Wärmeeinbringen Q der Anteil davon, der ins Werkstück gelangt: Q = η · E. Für die Abkühlzeit zählt Q. Deshalb braucht der dritte Eingabeweg kein Schweißverfahren — in Q steckt der Wirkungsgrad bereits.

t8/5 = (6700 − 5 T0) · Q · [ 1/(500−T0) − 1/(800−T0) ] · F3
t8/5 = (4300 − 4,3 T0) · 105 · (Q/d)2 · [ (1/(500−T0))2 − (1/(800−T0))2 ] · F2

Grenzen des Verfahrens

  • Das Konzept gilt für Stöße mit gleichen Blechdicken. Bei ungleichen Dicken liefert es nur einen Anhaltswert.
  • Die Abkühlzeit ist ein Fenster, keine Untergrenze: zu schnelle Abkühlung härtet auf, zu langsame kostet Zähigkeit.
  • Die Rechnung ersetzt keine Verfahrensprüfung.

Quellen

  • EN 1011-2:2001+A1:2003, Anhang D
  • EN 1011-1:2009, Tabelle 1